Eine Bürger-Mail für mich mitten aus Wiesbaden

Es häufen sich die E-Mails von Bürgern, die sich anlässlich der bevorstehendenKayH20120621-IMG_0834 Oberbürgermeisterwahl am 24.Hornung 2013 aktiv informieren.
Als Beispiel dafür gebe ich folgende E-Mailanfrage wieder:

Oberbürgermeisterwahl 2013
Sehr geehrter Herr Hornung, Sie bewerben sich am 24.2. als Oberbürgermeister. Bevor ich mich zur Stimmabgabe entscheide, möchte ich von allen Kandidaten die folgende Fragen beantwortet haben. Deren Beantwortung ist wichtig für meine Entscheidung. 1. Welche Maßnahmen werden Sie einleiten, um den Haushalt schnell zu sanieren? 2. Wie wollen Sie die Attraktivität der Stadt wieder herstellen? 3. Was tun Sie, um den Kindern angemessene Möglichkeiten für ihre Zukunft zu garantieren? 4. Was unternehmen Sie gegen die zunehmenden architektonischen Bausünden in unserer Stadt?(Luisenforum etc.) 5. Wie stehen Sie zu dem Projekt Strassenbahn? 6. Was werden Sie tun, um unsere ausländischen Mitbürger besser zu integrieren? Mit freundlichen Grüßen …….“

meine Antwort hierzu:
Sehr geehrter Herr …,

Sie erhalten von mir nachfolgend meine persönlichen Antworten auf Ihre Fragen; unabhängig davon sende ich Ihnen heute
mein Programm per Post zu. Dort finden Sie weitere Punkte und Maßnahmen.

1. Welche Maßnahmen werden Sie einleiten, um den Haushalt schnell zu sanieren?
Das Thema Haushalt genießt bei meinem Wahl-Programm oberste Priorität. Wir brauchen einen ausgeglichenen Haushalt.
Wir brauchen ihn umgehend. Wir dürfen nicht mehr ausgeben als Einnahmen zur Verfügung stehen – Schulden machen unfrei.
Dazu müssen wir Ausgaben viel stärker in Frage stellen, als es die bisherige Politik tut. Einsparen sehe ich bei der Streichung der
Stadtbahn und des Stadtmuseums (Alternative: http://diemittepartei.de/stadtmuseum-wiesbaden-eine-vertragliche-vision-von-torsten-hornung )
Mehr Einnahmen bei der Gewerbesteuer in Form von Neuansiedlung bestehender Unternehmen (u.a. auch aus Europa), sowie
Unterstützung der Existenzgründer über das bisherige bescheidene Maß hinaus. Nach meiner Überzeugung könnte ein StartUp-
Center, der nicht nur preiswerte Mieten, sondern auch zusätzliche Dienstleistungen (Schreib- und Telefonservice, Mentoren
system mit erfahrenen Senior-Unternehmer im Hinblick auf Personal, Recht Marketing, IT etc.) bietet.

2. Wie wollen Sie die Attraktivität der Stadt wieder herstellen?
Umgehende Maßnahmen zur Steigerung der Sauberkeit und Sicherheit werden einen wesentlichen Schritt bedeuten.

3. Was tun Sie, um den Kindern angemessene Möglichkeiten für ihre Zukunft zu garantieren?
Kindergärten sollen stufenweise in Richtung beitragsfrei geführt werden. Lebensunterricht für Kinder und Jugendliche (Vertragsrecht wird
beispielhaft dargelegt, Erläuterung der Verschuldungsgefahr, sowie weitere Alltagsherausforderungen, die vielfach in der Schule
nicht vermittelt werden).

4. Was unternehmen Sie gegen die zunehmenden architektonischen Bausünden in unserer Stadt?(Luisenforum etc.) .
Aktive Bürgerbeteiligung vom ersten Augenblick an; Einführung von Liquid Feedback (Flüssige Demokratie); hier die
Erläuterung aus der Praxis: http://www.zeit.de/digital/internet/2012-11/liquid-feedback-friesland

5. Wie stehen Sie zu dem Projekt Strassenbahn?
Wir haben genügend moderne Möglichkeiten, das derzeitige Stadtbusnetz durch überschaubare Veränderungen moderner,
schneller und wirtschaftlicher zu gestalten. Alternativen wie taxmobil.de und Echtzeit-Mitfahrzentralen können eingeführt
und langfristig etabliert werden. Das Fuß- und Radwegenetz kann ausgebaut werden. Ich meine, dass durch eine Optimierung
des Bestehenden eine Stadtbahn nicht erforderlich ist.

6. Was werden Sie tun, um unsere ausländischen Mitbürger besser zu integrieren?
Die Vermittlung der deutschen Sprache und von Kenntnissen über die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse sowie
über die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialordnung der Bundesrepublik.
Verbesserung der schulischen und beruflichen Qualifikation junger Menschen ausländischer Herkunft; des weiteren sehe ich
Noch großes Potential bei der Eingliederung in kulturelle und soziale Organisationen, insbesondere in Sport- und anderen Vereinen,
von jung an! In diesem Zusammenhang sollte bei der Errichtung von dringend benötigtem Wohnraum bauliche und soziale
Ghettosituationen vermieden werden. Es müssen alle Anstrengungen zum Abbau von Vorurteilen und Abwehrhaltungen unternommen
werden. Beispielsweise durch Möglichkeiten zu Begegnungen und gegenseitigem Kennenlernen.“

Und abschließend die Antwort des Wiesbadener Bürgers:
Sehr geehrter Herr Hornung,
vielen Dank für Ihre persönliche Beantwortung, die ich sehr zu schätzen weiß. Ihre Antworten bezüglich Stadtbahn und Haushaltssanierung haben mich überzeugt. Bei der Attraktivität unserer Stadt müssen wir, glaube ich, deutlich mehr tun. Ich höre immer von älteren Leuten, dass es einmal eine Zeit gab, wo Menschen aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet nach Wiesbaden pilgerten, um hier auszugehen und einen schönen Abend zu verbringen. Davon sind wir meilenweit entfernt. Einige innerstädtische Bereiche sind durch Ansiedlung von Nagelstudios, Spiel-und Wettbüros, sowie unzähligen Imbissbuden so ramponiert, dass eine Wiederbelebung fast unmöglich erscheint.
Noch einmal vielen Dank für Ihre Meinung, die mich ermuntert zur Wahl zu gehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der anstehenden Wahl und würde mich freuen, wenn Sie Ihre Vorschläge dann in die Tat umsetzen.
Mit freundlichen Grüßen“

So, gerne beantworte ich auch Ihre Frage(n)!

2 thoughts on “Eine Bürger-Mail für mich mitten aus Wiesbaden

  1. Barbara Knapp

    Lieber Herr Hornung,

    ich habe in Ihrem Programm gelesen, dass Sie wieder verstärkt auf Fußstreifen der Polizei setzten wollen. Erst mal ne super Idee. Aber wie immer im Leben kommt die Frage auf 1. wer soll das bezahlen und 2. wo sollen die Kräfte herkommen? Die Hessische Polizei Akademie bildet jetzt schon weniger Polizisten aus, als die CDU vor der letzten Wahl versprochen hat… und die Damen und Herren unserer Stadtpolizei sind dafür nicht ausgebildet. Das ist überhaupt deren Problem, dass Polizei drauf steht, aber eben keine drin ist.
    Sie versprechen viele schöne Sachen, wie zum Beispiel auch die Gebührenfreiheit für Kindergärten, aber dafür ist doch kein Geld da, oder? Noch ist es bei uns noch nicht so weit wie in Mainz, die mussten letzten Sommer sogar ihre Brunnen abstellen…
    An welcher Ecke wollen sie sparen?
    Bin auf Ihre Antwort gespannt
    Ganz liebe Grüße Barbara…

    Reply
    1. Torsten Hornung Post author

      Hallo Barbara,
      bitte enstchuldigen Sie meine verspätete Antwort! Ihre Frage ist berechtigt! Das Thema Sicherheit ist wichtiger denn je. Persönlich habe ich innerhalb der vergangenen 12 Monate im Radius von 400 Metern an der Wilhelmstraße in Wiesbaden 4 Überfälle auf Juweliere in Wiesbaden gezählt. Der 5. ereignete sich in der vergangenen Woche in der Langgasse.

      Um es kurz zu machen: ja, – es kostet Geld Maßnahmen zu ergreifen, die die Sauberkeit und Sicherheit erhöhen, aber wir sind es m.E. den Bürgern dieser Stadt schuldig. Finanziert wird dies, wie auch die beschleunigte Sanierung der 27 Schulen in Wiesbaden, durch den Verzicht auf die Wiesbadener Stadtbahn und auf das Stadtmuseum. Hier unterscheide ich mich gegenüber allen anderen Kandidaten erheblich! Diese beiden Prestigeobjekte sind ersetzbar und bei der Verfolgung des grundsätzlichen Ziels der Verbesserung der Mobilität in Wiesbaden alternativ durchführbar, in Form eines optimierten Stadtbussystems (mehr Ampelvorrangschaltungen für Busse); weiterhin kann die Stadt Wiesbaden das in den USA bereits erfolgreiche Projekt der Echtzeit-Mitfahrzentrale http://avego.com einführen, promoten und etablieren. Das ursprüngliche Ziel des Wiesbadener Stadtmuseums ist die Vermittlung von Wiesbadener Stadtgeschichte durch die Präsentation von originalen Exponaten. Hierzu gibt es ebenfalls Alternativen in Form einer vorläufigen Errichtung eines Internet-Stadtmuseums, an dem sich alle Wiesbadener aktiv beteiligen können. Die Kosten hierfür sind sehr bescheiden. Erst wenn es die finazielle Lage in Wiesbaden hergibt und erst wenn die Wiesbadener Schulen in Wiesbaden saniert sind, dann halte ich einen 25-Millionen-Bau eines Stadtmuseums in Wiesbaden für denkbar.
      Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantworten konnte.
      Viele Grüße
      Torsten Hornung

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