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Wahlempfehlung von Torsten Hornung?

KayH20120621-IMG_0834Leider kann ich keine Wahlempfehlung aussprechen; da brauchte ich gar nicht lange nachdenken! Warum: die meisten Politiker dieser Stadt tragen die Verantwortung für den miserablen Zustand der Schulen dieser wohlhabenden Stadt: auch Herr Dr. Müller und auch Herr Gerich! Anstatt dass die Schulen zügig saniert werden (ca. 20-30% der Schulen müssten dringend saniert werden!!), wird eine Liste der zu sanierenden Schulen angelegt! Soweit so gut, aber diese Arbeit beansprucht satte 1,5 Jahre, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass die Sanierung gaaaaaannnz laaaaang verzögert wird, damit auch ja solche dekadenten Prestigeobjekte wie Stadtbahn und Stadtmuseum für eine kleine Minderheit gebaut werden! Zu beiden Projekten gibt es Alternativen, nicht jedoch für unsere Schulen! Für das Geld dieser unnötigen Prestigeobjekte könnten wir fast alle Schulen sanieren!

Fast alle Beteiligten unterliegen m.E. auch den Trugschluss, dass die Einnahmen in Wiesbaden, allen voran die Gewerbesteuer, auch in den kommenden Jahren so üppig sprudeln werden. Davon gehe ich nicht aus und dies sollte grundsätzlich auch der Ausgangspunkt für Investitionen sein. Denn es werden noch einige „Baustellen“ im wahrsten Sinne des Wortes hinzukommen: Rhein-Main-Hallen, Schiersteiner Brücke, die Wiesbadener Straßen, das Staatstheater hat bislang noch keiner auf dem Radar (diese Renovierungskosten werden enorm sein!), „sozialer Wohnungsbau“ (hier spricht der amtierende OB von über 100 Millionen) etc.. Ich kann auch keine Wahlempfehlung nach dem Motto abgeben: “wer stellt das kleinere Übel dar?”! BEIDE KANDIDATEN schließen die Stadtbahn nicht aus! Dieses Ziel ist seit 2011 im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD fixiert. Herr Dr. Müller verhält sich wahltaktisch sehr geschickt, aber gegenüber dem Bürger unklar und unkonkret.

Ich werde zur Wahl gehen, werde aber “ungültig” stimmen, weil ich das mit meinem Gewissen NICHT vereinbaren kann!

Größeres StartUp-Center für Wiesbaden!

Die Stadt Wiesbaden hat für das abgeschlossenen Jahr 2012 ca. 260 Millionen GewerbesteuerIMG_1480 eingenommen. Das ist neben der Grunderwerbssteuer und der Einkommensteuer traditionell der Löwenteil der Gesamteinnahmen und somit Orientierungspunkt für die Haushaltsplanungen. Neben den von mir geschilderten Einsparungsmöglichkeiten bei Stadtbahn und Stadtmuseum lege ich großen Wert auf die Feststellung, dass meine Aktivitäten als OB den Bereich der Existenzgründer umfassen werden. Und zwar mit einem Hauptaugenmerk.

Gegenwärtig tragen ca. 26.600 Unternehmen am Gewerbesteuerertrag bei. Eine Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes ist von mir nicht beabsichtigt, da Wiesbaden bereits fast den höchsten Satz der Bundesrepublik hat. Beachtung sollte vielmehr die Zahl der Betriebsneugründungen finden: im Jahr 2011 waren dies ca. 3.800. Nähere Betrachtung findet in diesem Zusammenhang die Einrichtung Startblock Wiesbaden . Das ehemalige Rotaprint-Gebäude in der Homburger Straße 29 in Wiesbaden beherbergt aktuell lediglich ca. 18 Neugründungen. Die Wirtschaftsförderung Wiesbaden, die Initiator dieser Einrichtung ist, stellt den Existenzgründern preiswerte Büroräume zur Verfügung. Mehr bislang nicht!

Hier möchte ich ansetzen, denn da geht mehr! Viel mehr! Ich beabsichtige die Errichtung eines StartUp-Centers, der für eine wesentlich größere Anzahl an Existenzgründern nicht nur preiswerten Büroraum zur Verfügung parat hält, sondern weitaus mehr bietet, wie Sekretariats- und Telefonservice, fertige IT-Infrastruktur, angeschlossene Berater für Marketing, Personal und Recht. Hier möchte ich gern mein Know How aus dem Starter- und Mittelstandsausschuss der IHK, dem ich seit der Gründung angehöre, mit einfließen lassen. Mentoren stehen schon jetzt bereit, um den jungen Unternehmern Tipps und Erfahrungen zu vermitteln. Der neue Wiesbadener StartUp-Center könnte, muss aber nicht, im alten Gerichtsgebäude in der Moritzstraße angesiedelt sein. Im regelmäßigen Rythmus finden dort Veranstaltungen statt, an denen die Öffentlichkeit eingeladen ist. Interessierten, Arbeitssuchenden, Investoren und Business-Angel werden dann die Bürotüren geöffnet.

Dieser StartUp-Center ist meine große Vision. Er bietet die Chance Unternehmensgründungen verstärkt in Wiesbaden stattfinden zu lassen und auch dem Arbeitsmarkt in Wiesbaden neue Impulse zu verschaffen: mehr Unternehem = mehr Arbeitsplätze = höhere Einnahmen + höhere Zufriedenheit bei allen Beteiligten!

Wiesbadener Schulen: “Wegen Baufälligkeit sind Fachräume seit 2008 gesperrt!”

IMG_1537Wo bin ich? In Afrika? In Osteuropa? In Wiesbaden?
„Blühende Wandschaften“ sehe ich über einige Meter hinweg links an der Flurwand. Es handelt sich hier um großflächige Schimmelpilzkulturen, die je nach Witterung, mal mehr und mal weniger, aufblühen. Die vorbei rennenden Schulkinder wirbeln hier regelmäßig Mikropartikel auf, die mit Sicherheit gesundheitsschädlich sind! Das Verwaltungsgeschoss ist zur Hälfte gesperrt, einige sehr wichtige Fachräume sind ebenfalls ersatzlos gesperrt: dazu gehören eine voll ausgestattete Küche, zwei Sprachenräume, ein Werkraum und ein Medienraum. Ein nicht unerheblicher Teil des älteren Gebäudes ist, so wird mir berichtet, mit großen Wandrissen versehen und einsturzgefährdet. Einzelne Deckenteile hatten sich bereits gelöst. Leider können diese Räume nicht mehr genutzt werden. Das Außengelände der Schule gleicht einer Schlammwüste! Hier steht kein Grashalm mehr; er hätte auch keine Chance in diesem Boden Halt zu finden! Strömen die Kinder nach einer Regenpause wieder in das Schulgebäude, gleichen die Schulflure eines Feldweges der Nauroder Umgebug: weniger Schlamm im Außengelände, – dafür einige Kilo mehr Schlamm in den Schulfluren und in den Klassenräumen. 360 Kinder müssen das tagtäglich gemeinsam mit dem Lehrpersonal und den Eltern erleiden.

Wo bin ich? Ich stehe in Wiesbaden, genauer gesagt in der Rudolf-Dietz-Schule in Wiesbaden-Naurod. Hier fragt man sich regelmäßig ob Stadtbahn oder Stadtmuseum wirklich sein müssen? Eltern, Lehrer und Schüler improvisieren und zaubern hier täglich ihren Schulalltag! Privates Engagement der Eltern und Lehrer stößt an seine Grenzen, wenn beispielsweise eine kleine Rutsche für die Kinder mit Natursteinen umbaut auf dem Schulgelände errichtet wird. Ichempfehle einmal in der Rudolf-Dietz-Schule in Wiesbaden-Naurod eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung oder der IHK-Vollversammlung abzuhalten! Diese Schule steht auf der Liste der zu sanierenden Schulen in Wiesbaden auf Platz 7. Betroffene Eltern rechnen mit der Sanierung nicht vor 2020. Sie schütteln den Kopf, sind machtlos, fast wütend.

Ich setze mich als OB-Kandidat für Wiesbaden für einen neuen Sanierungsplan aller Schulen ein! Es muss in einem wesentlich kürzeren Zeitraum die Sanierungen der Schulen angegangen und abgeschlossen werden. Ich fordere den Verzicht für Prestigeobjekte wie Stadtbahn und Stadtmuseum! Diese Projekte sind nicht alternativlos, – denn Mobilität in Wiesbaden und die Vermittlung der Wiesbadener Stadtgeschichte können auch auf einer anderen Art und Weise erledigt und im Sinne der Bürger befriedigt werden. Mit den freigewordenen Finanzmitteln werde ich als Oberbürgermeister dieser schönen Stadt die Vielzahl der betroffenen Schulen in Wiesbaden aus dem endlos erscheinenden Sanierungsstau ziehen! Bitte unterstützen Sie die Schüler und Eltern dieser Stadt indem Sie mich zum Oberbürgermeister wählen. Ihre Stimme wird sichtbar und stellt im wahrsten Sinne des Wortes einen kleinen Baustein für diese Stadt dar!

Eine Bürger-Mail für mich mitten aus Wiesbaden

Es häufen sich die E-Mails von Bürgern, die sich anlässlich der bevorstehendenKayH20120621-IMG_0834 Oberbürgermeisterwahl am 24.Hornung 2013 aktiv informieren.
Als Beispiel dafür gebe ich folgende E-Mailanfrage wieder:

Oberbürgermeisterwahl 2013
Sehr geehrter Herr Hornung, Sie bewerben sich am 24.2. als Oberbürgermeister. Bevor ich mich zur Stimmabgabe entscheide, möchte ich von allen Kandidaten die folgende Fragen beantwortet haben. Deren Beantwortung ist wichtig für meine Entscheidung. 1. Welche Maßnahmen werden Sie einleiten, um den Haushalt schnell zu sanieren? 2. Wie wollen Sie die Attraktivität der Stadt wieder herstellen? 3. Was tun Sie, um den Kindern angemessene Möglichkeiten für ihre Zukunft zu garantieren? 4. Was unternehmen Sie gegen die zunehmenden architektonischen Bausünden in unserer Stadt?(Luisenforum etc.) 5. Wie stehen Sie zu dem Projekt Strassenbahn? 6. Was werden Sie tun, um unsere ausländischen Mitbürger besser zu integrieren? Mit freundlichen Grüßen …….“

meine Antwort hierzu:
Sehr geehrter Herr …,

Sie erhalten von mir nachfolgend meine persönlichen Antworten auf Ihre Fragen; unabhängig davon sende ich Ihnen heute
mein Programm per Post zu. Dort finden Sie weitere Punkte und Maßnahmen.

1. Welche Maßnahmen werden Sie einleiten, um den Haushalt schnell zu sanieren?
Das Thema Haushalt genießt bei meinem Wahl-Programm oberste Priorität. Wir brauchen einen ausgeglichenen Haushalt.
Wir brauchen ihn umgehend. Wir dürfen nicht mehr ausgeben als Einnahmen zur Verfügung stehen – Schulden machen unfrei.
Dazu müssen wir Ausgaben viel stärker in Frage stellen, als es die bisherige Politik tut. Einsparen sehe ich bei der Streichung der
Stadtbahn und des Stadtmuseums (Alternative: http://diemittepartei.de/stadtmuseum-wiesbaden-eine-vertragliche-vision-von-torsten-hornung )
Mehr Einnahmen bei der Gewerbesteuer in Form von Neuansiedlung bestehender Unternehmen (u.a. auch aus Europa), sowie
Unterstützung der Existenzgründer über das bisherige bescheidene Maß hinaus. Nach meiner Überzeugung könnte ein StartUp-
Center, der nicht nur preiswerte Mieten, sondern auch zusätzliche Dienstleistungen (Schreib- und Telefonservice, Mentoren
system mit erfahrenen Senior-Unternehmer im Hinblick auf Personal, Recht Marketing, IT etc.) bietet.

2. Wie wollen Sie die Attraktivität der Stadt wieder herstellen?
Umgehende Maßnahmen zur Steigerung der Sauberkeit und Sicherheit werden einen wesentlichen Schritt bedeuten.

3. Was tun Sie, um den Kindern angemessene Möglichkeiten für ihre Zukunft zu garantieren?
Kindergärten sollen stufenweise in Richtung beitragsfrei geführt werden. Lebensunterricht für Kinder und Jugendliche (Vertragsrecht wird
beispielhaft dargelegt, Erläuterung der Verschuldungsgefahr, sowie weitere Alltagsherausforderungen, die vielfach in der Schule
nicht vermittelt werden).

4. Was unternehmen Sie gegen die zunehmenden architektonischen Bausünden in unserer Stadt?(Luisenforum etc.) .
Aktive Bürgerbeteiligung vom ersten Augenblick an; Einführung von Liquid Feedback (Flüssige Demokratie); hier die
Erläuterung aus der Praxis: http://www.zeit.de/digital/internet/2012-11/liquid-feedback-friesland

5. Wie stehen Sie zu dem Projekt Strassenbahn?
Wir haben genügend moderne Möglichkeiten, das derzeitige Stadtbusnetz durch überschaubare Veränderungen moderner,
schneller und wirtschaftlicher zu gestalten. Alternativen wie taxmobil.de und Echtzeit-Mitfahrzentralen können eingeführt
und langfristig etabliert werden. Das Fuß- und Radwegenetz kann ausgebaut werden. Ich meine, dass durch eine Optimierung
des Bestehenden eine Stadtbahn nicht erforderlich ist.

6. Was werden Sie tun, um unsere ausländischen Mitbürger besser zu integrieren?
Die Vermittlung der deutschen Sprache und von Kenntnissen über die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse sowie
über die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialordnung der Bundesrepublik.
Verbesserung der schulischen und beruflichen Qualifikation junger Menschen ausländischer Herkunft; des weiteren sehe ich
Noch großes Potential bei der Eingliederung in kulturelle und soziale Organisationen, insbesondere in Sport- und anderen Vereinen,
von jung an! In diesem Zusammenhang sollte bei der Errichtung von dringend benötigtem Wohnraum bauliche und soziale
Ghettosituationen vermieden werden. Es müssen alle Anstrengungen zum Abbau von Vorurteilen und Abwehrhaltungen unternommen
werden. Beispielsweise durch Möglichkeiten zu Begegnungen und gegenseitigem Kennenlernen.“

Und abschließend die Antwort des Wiesbadener Bürgers:
Sehr geehrter Herr Hornung,
vielen Dank für Ihre persönliche Beantwortung, die ich sehr zu schätzen weiß. Ihre Antworten bezüglich Stadtbahn und Haushaltssanierung haben mich überzeugt. Bei der Attraktivität unserer Stadt müssen wir, glaube ich, deutlich mehr tun. Ich höre immer von älteren Leuten, dass es einmal eine Zeit gab, wo Menschen aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet nach Wiesbaden pilgerten, um hier auszugehen und einen schönen Abend zu verbringen. Davon sind wir meilenweit entfernt. Einige innerstädtische Bereiche sind durch Ansiedlung von Nagelstudios, Spiel-und Wettbüros, sowie unzähligen Imbissbuden so ramponiert, dass eine Wiederbelebung fast unmöglich erscheint.
Noch einmal vielen Dank für Ihre Meinung, die mich ermuntert zur Wahl zu gehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der anstehenden Wahl und würde mich freuen, wenn Sie Ihre Vorschläge dann in die Tat umsetzen.
Mit freundlichen Grüßen“

So, gerne beantworte ich auch Ihre Frage(n)!

Mein Besuch im Pflegeheim mit Interview in Wiesbaden! Hilfe!

IMG_1532Bei meinen Wahlkampf-Aktivitäten suche ich verschiedene Orte in Wiesbaden auf, um mir persönlich  ein Bild zu verschaffen: direkt, unmittelbar und hautnah bei den Menschen, die meist im Stillen Aussergewöhnliches und Hervorragendes leisten.

Der Besuch bei einer Pflegerin, die nach ihrem Abitur die Berufung zur Pflegerin antrat und seit nunmehr 15 Jahren dieser Tätigkeit in einem Wiesbadener Pflegeheim mit Herzblut nachgeht, öffnete mir persönlich die Situation in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Nachfolgend werden die Aussagen der freundlichen Pflegerin, die anonym bleiben möchte, meine Fragen klar beantworten!

1. Wie stellt sich gegenwärtig der Zustand in Wiesbadens Pflegeheim dar?
Können alle Anmeldungen berücksichtigt werden?
Ja, es gibt genügend Plätze aber es gibt eine Mehrklassengesellschaft. Es gibt Pflegeheime die von einem Stern bis zu fünf Sternen reichen. Die Pflegekosten sind sehr hoch und steigen permanent an! Angehörige werden finanziell durchleuchtet und müssen zahlen. Hartz IV-Empfänger erhalten eine differenzierte Pflege. Grundsätzlich gibt es für die HeimbewohnerINNEN und auch für die Angehörigen große finanzielle Hürden.

2. Wie war es früher? Wo kommen wir her, – wohin geht die Entwicklung?
Früher sind die Menschen gestorben. Heute kann Mithilfe der Medizin das Leben erheblich verlängert werden. Heute stirbt man nach 7-8 Diagnosen, früher an Altersschwäche. Früher war es auch aus so, dass die pflegende Tätigkeit von Ordensfrauen und Diakonissen für einen Appel und ein Ei erledigt wurden. Diese Zeiten sind vorbei. Lediglich bei der Entlohnung versucht man sich an die alten Zeiten zu orientieren. Wer sich heute über das Gehalt definiert, der geht nicht in die Pflege.

3. Was ist für Senioren ideal? Häusliche Pflege solange es geht?
Ja, es sollte versucht werden, solange es möglich ist, die älteren Menschen zuhause zu pflegen. Erst wenn im weiterem Verlauf eine Behinderung eintritt und es beispielsweise schwerfällt Treppen zu steigen, dann wird barrierefreies Wohnen sehr wichtig! Bei Demenz sollte sofort der Weg zur Pflege gegangen werden!

4. Wie stellt sich die Situation mit den Pflegerinnen und Pfleger da?
Gibt es ausreichende Pflegerinnen und Pfleger?
Es gibt einen gewaltigen Mangel! In Wiesbaden werden über 100 Kräfte händeringend gesucht. In unserem Haus haben wir ständig einen Bedarf an Pflegekräften. Die Ausbildung sieht eine Zeit von drei Jahren vor, wie bei einem Krankenpfleger. Während der Ausbildungszeit werden Euro 600.- pro Monat vergütet. Die Verantwortlichen der Stadt haben vielfach den Bezug zur Realität in den Pflegeheimen verloren und überlassen es den jeweiligen Trägern was gut ist.

5. Welche Wünsche haben die Senioren an die Stadt?
Die Senioren leiden meist unter der Einsamkeit. Viele geistig noch sehr fitte ältere Menschen gehen in einem Heer an Dementen unter. Hier erfahren Sie kaum eine Fürsorge.

6. Welche Herausforderungen stehen noch an?
Woran wird noch nicht gedacht?
Es wäre dringend erforderlich das Ehrenamt in den Bereichen Betreuung und Pflege älterer Mitbürger weiter auszubauen. Hier wäre es vorstellbar, wenn es auch eine Honorierung für Ehrenamtliche in Form eines Bonussystems mit Punkten gäbe. Hier könnte die Stadt ein vielversprechendes und kreatives System entwickeln, dass allen Beteiligten von enormen Nutzen ist! Ärzte sollten für Ihren Besuch, der dringend bei den älteren Menschen erforderlich ist, im Heim belohnt werden. Gegenwärtig werden die Mediziner für Ihre Tätigkeit und für Ihre Hilfe in den Pflegeheimen eher bestraft. Dies wirkt sich insbesondere bei der Entlohnung aus. Unabhängig davon stellt sich auch die Frage: wie kann Leiden erspart werden? Wie kann ein alter Mensch davor bewahrt werden, permanent das Leben durch Technik verlängert zu bekommen? Ein Blick nach Skandinavien wäre lohnenswert: hier können Menschen würdevoll alt werden! Es gibt beispielsweise kleinere Häuser, herzliche Fürsorge ohne Druck und vielfältige Hilfe.

7. Wer lobt sie?
Loben? L O B E N?? Das kommt sehr selten vor! Wenn überhaupt dann erfolgt in Todesanzeigen ein Lob gegenüber der pflegenden Einrichtung, das von den Angehörigen geäußert wird.

8. Der Oberbürgermeister ihrer Stadt erfüllt Ihnen für alle Senioren und alle Pflegeheime in dieser Stadt drei Wünsche: was wünschen Sie sich für die Senioren dieser Stadt und für ihre Kolleginnen und Kollegen in ihrer Einrichtung?
Vorab: wir sollten stets davon ausgehen dass wir hier die Menschen zum Tod hin begleiten und pflegen! Es kann nicht ewig gelebt werden! Ein Pflegeheim erfüllt in der heutigen Zeit schon fast die Funktion eines Hospiz! Denn lebendig verlässt kaum einer unser Haus. Manchmal sage ich: ich habe sie alle zu Tode gepflegt.

Und nun zu meinen Wünschen, denn es sind mehr: es sollte bitte nicht nur das gesehen und gewertet werden was nicht läuft! Das was läuft und funktioniert, das sollte auch regelmäßig wertgeschätzt werden. Es wird leider nur permanent kritisiert. Einzelne negative Ereignisse, bei denen Pflegerinnen oder Pfleger versagt haben, werden über Wochen der gesamten Pflegeschaft, öffentlich vorgehalten.

Die Behandlung der Mitarbeiter durch die Träger und durch die Stadt darf nicht weiter mit einem ungehörigen Druck erfolgen. Ich wünsche mir mehr Zeitkontingente für meine Bewohner. Der MDK, der Medizinische Dienst der Krankenkassen, überprüft uns regelmäßig sehr genau und versucht eine Bewertung unserer Arbeit durchzuführen! Hier ist es wichtig regelmäßig Lob zu erteilen und nicht von oben herab Kritik auszuteilen!

Mit dem Gehalt was eine Pflegerin, bzw. das ein Pfleger bekommt kann auf Dauer keine Familie genähert werden. Dieser Beruf verschleißt Geist und Körper! Während beispielsweise Erzieherinnen oder Erzieher bei ihrer Arbeit die Kinder groß werden sehen, erleben wir hier bei den Senioren das Gegenteil: Wir erleben Krankheiten, Leiden, den totalen Verfall, bis hin zum Tod! Das zehrt ungemein!

Vielen Dank für das Gespräch Schwester M.

Das Gespräch hat mich dahin gestärkt, Maßnahmen zu Ergreifen, die zum einen den Berufsstand der Pflegerinnen und Pfleger mit mehr Respekt, Würde und Ansehen ausstatten und zum anderen diesen Bereich finanziell noch stärker zu unterstützen. Stadtbahn und Stadtmuseum können komplett eingespart werden ohne auf die eigentlichen Ziele dieser beiden Projekte verzichten zu müssen, denn beises hat Alternativen! Das Ziel der Stadtbahn heißt MOBILITÄT und hier gibt es einige Maßnahmen, die kurzfristig und sehr presiwert ergriffen werden können. Das Stadtmuseum hat ebenfalls eine Alternative, die da heißt “Virtuelles Internet-Museum”!

Torsten Hornung: “Keine Stadtbahn in Wiesbaden!”

Stadtbahn_Wiesbaden_nein_dankeDie verantwortlichen Politiker in Wiesbaden setzen sich auf breiter Front für den Bau der Stadtbahn Wiesbaden ein. Der Koalitionsvertrag der SPD-CDU-Stadtregierung schreibt hierzu: Trotz aller Maßnahmen zur Förderung des Bussystems ist eine noch stärkere Entlastung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens vor allem durch innovative Verkehrskonzepte zu erreichen. Für die Koalition bestehen diese zum Beispiel im Ausbau von Schienenverbindungen in die Innenstadt hinein. Diese werden daher unter Mitberücksichtigung existierender Verbindungen vom und zum Hauptbahnhof mit Nachdruck geprüft “.

Nachdem bereits im Jahr 2001 ein Bürgerbegehren mit schwachen 14.000 Unterschriften an der benötigten Zahl von 20.000 Unterschriften scheiterte, sollte angenommen werden, dass Volkes Stimme gesprochen hat! Mitnichten: das Thema Stadtbahn wurde wieder von der Politik entdeckt!

Was würde eine Stadtbahn in Wiesbaden bedeuten:

Die erste Trasse der Wiesbadener Stadtbahn hätte zwei Startpunkte: am Simeonhaus in Kohlheck sowie in der Heinrich-Brill-Straße in Klarenthal. Beide Zweige treffen dann in der Goerdelerstraße zusammen und werden in der Klarenthaler Straße an der Hochschule Rhein-Main vorbei fortgesetzt. Die Gleise verlaufen dann weiter durch die Dotzeimer Straße vorbei am Luisenplatz, und würden scharf in die Bahnhofstraße nach rechts abbiegen. Dann geht es gerade aus auf den Hauptbahnhof zu und schließlich seitlich der Mainzer Straße, also links in die Hasengartenstraße. Der erste Streckenabschnitt wäre circa 10 km lang. Die Baukosten für die erste Trasse betragen circa 117 Millionen €. Für den Fall dass der Bund und das Land das Projekt für förderungswürdig halten würden Sie bis zu 85 % der Kosten übernehmen, d.h. diese Kosten übernehmen indirekt andere Steuerzahler in dieser Republik!

Ein sehr großer Kostenfaktor für die Stadt stellen dann mit € 60-70.000.000.- die Fahrzeuge dar, dessen Anschaffung nicht mehr bezuschusst wird!

Insgesamt sind es gute 10 Kilometer doppelgleisige Bahnschienen, die durch das Herz der Wiesbadener Innenstadt, in jahrelanger Bautätigkeit, gezogen werden müssen. Die Bauarbeiten sehen u.a. vor, dass ca. 3 Meter tief und ca. 5 Meter gegraben werden muss. Aus bautechnischer Sicht bedeutet dieses Vorhaben eine Herkulesaufgabe, die zudem unter enormen Zeitdruck stehen wird, da die hohen Zuwendungen vom Bund und vom Land nur nach erfolgreichem Abschluss bis 2019 erteilt werden dürfen. Von anderen Großprojekten wissen wir, dass die Kosten meist viel höher liegen werden.

Gibt es in Wiesbaden eine Beförderungsnot? – Davon sind wir bislang weit entfernt und es werden daran auch nicht die geschätzten 6.000 neuen Mitbürger in Wiesbaden ändern, die nach Prognose in den kommenden Jahren zuziehen werden.

Die Wiesbadener Stadtbahn ist nicht alternativlos! Der bestehende ÖPNV beitet eine Optimierung der Vorrangschaltung an Ampeln für Busse! Dies liese sich sowohl anzahlmäßig, als auch hinsichtlich der Technik steigern.

Entdecken wir doch einmal die Leerelosigkeit der Zigtausend Fahrzeuge, die durch Wiesbaden tagtäglich rauschen. Im Schnitt sitzen 1,2 Personen dort drin. Was liegt näher als diese Zahl zu steigern! Mein Ziel als OB-Kandidat mit Visionen wären erst einmal eine Steigerung um 1-2%! WIE? zum Beispiel übernimmt die Stadt eine Smartphone-Applikation, die sie kostenlos den Wiesbadenern zur Verfügung stellt, um aktive Autofahrer und weitere Mitfahrer auf einer Plattform als “Echtzeit-Mitfahrzentrale” zu vermitteln. Jetzt denke wir an folgende Situation: Jeden Werktag steigen die gleichen Leute in der gleichen Nachbarschaft jeweils alleine in das gleiche Auto und fahren zur fast gleichen Zeit die fast gleiche Strecke im gleichen Stau zum fast gleichen Ziel und geben dabei fast das gleiche Geld für Benzin und Auto aus! Es ist im Grunde wie eine Single-Börse, wobei auch Präferenzen vermerkt werden können: bestimmte Routen zu bestimmten Zeiten, Raucher, Nichtraucher, Mann, Frau, und, und, und.Unabhängig der Routine-Touren können auch mit dieser Smartphone-App spontane Fahrten unmittelbar bestritten werden: quasi “Mitfahrer sucht Mit-Auto”. Wichtig: das stellt einen Anfang dar.

Wiesbaden, als angehende Weltkulturerbestadt, täte gut daran auf diese Stadtbahn zu verzichten! Das Geld wird dringend an anderer Stelle benötigt: Krippen, Kita, Schulen, Altenpflege, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wiesbaden hat aktuell ca. 360 Millionen EURO Schulden im Haushalt vermerkt. Diese Summe wird weiter steigen! Ich lehne eine Schuldenstadt und einen Schuldenstaat ab!

Wir dürfen weder uns noch die nachfolgenden Generationen weiter in den Schuldensumpf stossen! Schulden machen unfrei! Schulden machen krank! Schulden zerstören Beziehungen und Familien!

Deshalb fordere ich an dieser Stelle den amtierenden Oberbürgermeister Dr. Müller auf, ein klares und unmißverständliches NEIN zur Stadtbahn Wiesbaden abzugeben! Die Bürger seiner Stadt sollten ihm näher stehen, als ein Koalitionspartner!

Video-Interview (Teil I) mit Torsten Hornung -die mitte- anläßlich des IHK-Neujahrsempfangs in Wiesbaden

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Hier gehts zum Video-Interview von Torsten Hornung

 

 

Stadtmuseum Wiesbaden: eine verträgliche Vision von Torsten Hornung

IMG_1464Torsten Hornung, OB-Kandidat (Partei „die mitte“) für Wiesbaden ist grundsätzlich ein Befürworter eines Stadtmuseums in Wiesbaden! Aber bitte nicht in dieser verschwenderischen Form!

Nach dem aktuellen Vorschlag der großen Koalition nunmehr einen Investor bauen zu lassen, um anschließend das Stadtmuseum durch die Stadt Wiesbaden zu einem jährlichen Mietzins von ca. 1,5 Millionen Euro anzumieten sind die eine Seite der Medaille, die bereits schwer wiegt! – Die andere Seite heißt: laufende Kosten. Bislang hat keine befürwortende Partei auch nur annähernd Angaben zu den jährlichen Kosten gemacht.

Aus diesem Grund hat Torsten Hornung bereits vor wenigen Jahren eine persönliche Umfrage bei über 10 Stadtmuseen in Deutschland durchgeführt. Neben der jeweiligen Stadtmuseumsgröße (qm), wurden weitere Details wie Besucheranzahl pro Jahr, sowie das Eintrittsgeld abgefragt.

So wurden beispielsweise € 76.- pro Stadtmuseumsbesucher in Bonn zum Eintrittsgeld öffentlich, also von Steuergeldern, bezuschusst. Das Stadtmuseum der Stadt München, dass mit einer Besucherzahl von ca. 100.000 pro Jahr eine Spitzenposition in Deutschland einnimmt, kommt nicht über einen Deckungsbeitrag von 7 Prozent hinaus. In München müssen gar € 160.- pro Besucher aus Steuergeldern beigetragen werden. Das geplante Wiesbadener Stadtmuseum dürfte mindestens 3 MillionenEuro laufende Kosten verursachen, zuzüglich nicht unerheblicher Beiträge für Sonderausstellungen und Ankäufe etc.. Schätzungsweise ca. 60 000 Besucher wären für das Wiesbadener Stadtmuseum evtl. im Eröffnungsjahr möglich; in den Folgejahren dürften im Hinblick auf die anderen Stadtmuseen in Deutschland   40 000 bis 50 000 Besucher per anno ein ambitioniertes Ziel sein. Unter Berücksichtigung von € 7.- Eintrittsgeld pro Person, was teuer wäre, könnten Einnahmen von € 350 000.- generiert werden, unter Abzug der Kosten bliebe ein stattliches Defizit von ca. € 2 650 000.- oder auch € 7.260.- Stadtzuschuss aus Steuergeldern pro Tag, was ca. € 53.- pro zahlendem Besucher gleich kommt.

Ein Stadtmuseum unterstützt die Bildung der Menschen, insbesondere auch von Jugendlichen! – Doch um diesen Preis? Die Stadt Wiesbaden leistet sich mit dem Wiesbadener Staatstheater bereits seit Jahrzehnten einen herrlichen Luxus: über € 80 000.- pro Tag Steuergelderzuschuss!  Die Hälfte davon trägt der Wiesbadener Bürger. Können wir uns das alles noch leisten? Beim Wiesbadener Stadtmuseum stellt sich meines Erachtens nicht die Frage ob ein Stadtmuseum gebaut wird oder nicht, sondern vielmehr des „wie“!

Torsten Hornung verweist hierbei auf die bestehenden  13 Stadtteil- bzw. Heimatmuseen in Wiesbaden hin. Hier schlägt er eine Vernetzung vor, um anschließend die Errichtung eines virtuellen „Stadtmuseum Wiesbaden“ im Internet umzusetzen!  Alle Personen, die etwas zur Stadtgeschichte beizutragen hätten, könnten auf diesem Weg Ihre Exponate abbilden, beschreiben und als Museumsstücke digital einstellen. So wären neben Bildern auch Videos und original gesprochenes von Zeitzeugen dort abrufbar. Ein derartiges Internetmuseum “Stadtmuseum Wiesbaden” wird geballtes Wissen Wiesbadener Stadtgeschichte enthalten und es so schaffen im Vorfeld alle Altersgruppen mit zu integrieren, um aktiv an dem Aufbau mitteilzunehmen. Dann wird das Bild des Stadtmuseums anhand der greifbaren Exponate deutlich. Die verzögerte Umsetzung des realen Stadtmuseums Wiesbaden kann in späteren Zeiten weniger klammer Kassen umgesetzt werden.